Nein sagen - ohne "Nein" zu sagen
- Gabriele Scheuss
- 27. Juli 2025
- 2 Min. Lesezeit

Kennst Du das?
Jemand bittet Dich um einen Gefallen, und bevor Du richtig nachgedacht hast, hörst Du Dich schon sagen: „Ja, natürlich“.
Und später spürst Du, wie Dir die Luft ausgeht, wie Dein Kalender immer voller wird – und wie ein leises Gefühl von Ärger oder Überforderung in Dir aufsteigt.
Nein zu sagen, fällt vielen Menschen schwer.
Zu groß ist die Sorge, jemanden vor den Kopf zu stoßen, Angst, nicht mehr geliebt zu werden oder das Bild einer „hilfsbereiten“ Person zu zerstören. Doch Abgrenzung bedeutet nicht, andere zu verletzen. Abgrenzung bedeutet, Dich selbst ernst zu nehmen.
Warum Abgrenzung so wichtig ist
Wenn Du immer „Ja“ sagst, auch dann, wenn Dein Bauchgefühl ein „Nein“ flüstert, zahlst Du am Ende selbst den Preis: mit Deiner Zeit, Deiner Kraft, Deiner Energie.
Abgrenzung schützt Dich davor, Dich zu verausgaben.
Und Abgrenzung ist auch ein Zeichen von Selbstachtung. Du zeigst Dir selbst: Ich bin es wert, meine Grenzen zu achten.
Ein Nein muss nicht hart klingen
Viele Menschen verbinden ein „Nein“ mit Ablehnung.
Doch es gibt Wege, Deine Grenze zu setzen, ohne schroff zu wirken. Du kannst wertschätzend bleiben und trotzdem klar sein.
Hier sind fünf Formulierungen, die sanft sind und dennoch deutlich machen, dass Du eine Bitte nicht erfüllen wirst – ohne das Wort „Nein“ zu verwenden:
„Ich würde Dir gern entgegenkommen, aber diesmal schaffe ich es nicht.“
„Das klingt gut, im Moment passt es bei mir jedoch nicht.“
„Ich wünschte, ich könnte – aber es geht gerade nicht.“
„Danke, dass Du mich fragst. Diesmal muss ich leider passen.“
„Es ehrt mich sehr, doch ich kann es diesmal nicht einrichten.“
Übung macht den Unterschied
Es braucht oft etwas Mut, so zu antworten. Gerade, wenn Du es gewohnt bist, automatisch zuzustimmen.
Nimm Dir Zeit, diese Sätze auszuprobieren. Sprich sie laut aus, übe sie innerlich vor einem Spiegel oder in Situationen, die noch nicht so „kritisch“ sind. Mit jedem Mal gewinnst Du an Sicherheit.
Dein nächster Schritt
Erlaube Dir, Dich ernst zu nehmen. Du bist nicht auf der Welt, um es allen recht zu machen.
Deine Zeit, Deine Energie und Deine Bedürfnisse sind wertvoll – und Du darfst sie schützen.
Vielleicht magst Du gleich jetzt einen dieser Sätze ausprobieren.
Welcher fühlt sich für Dich am besten an? Schreib es mir gern in die Kommentare oder teile Deine Gedanken mit mir. Ich freue mich auf Deinen Impuls!
Wenn Du merkst, dass es Dir schwerfällt, Deine eigenen Grenzen zu spüren oder sie klar zu kommunizieren, bist Du damit nicht allein. In meinen Coachings hier in Frankfurt begleite ich Menschen genau bei diesen Themen: innere Klarheit finden, sich selbst wieder ernst nehmen, liebevoll und souverän für sich einstehen.
💛 Wenn Du Dich in diesem Artikel wiedererkennst, melde Dich gern bei mir für ein persönliches Coaching. Gemeinsam finden wir Wege, wie Du Deine Grenzen erkennst und selbstbewusst lebst – ohne Schuldgefühle und ohne Drama.



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