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Die leisen Vorboten einer Trennung - und wie Du sie stoppen kannst

  • Gabriele Scheuss
  • 10. Aug. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

 

Die meisten Beziehungen gehen nicht durch ein großes Drama zu Ende. Sie sterben leise. Über Wochen, Monate oder sogar Jahre.

Oft sind es kleine Momente, die sich summieren: ein abwesender Blick, ein Gespräch, das in einem Vorwurf endet, ein Streit, der ungelöst bleibt.

Der amerikanische Psychologe Dr. John Gottman hat in jahrzehntelanger Forschung vier typische Kommunikationsmuster erkannt, die Beziehungen schleichend zerstören. Er nennt sie die „Vier apokalyptischen Reiter“.


1. Kritik

Sätze wie „Du bist immer so egoistisch!“ oder „Nie hörst Du zu!“ greifen nicht ein Verhalten an, sondern die Persönlichkeit des Partners. Das fühlt sich wie ein Angriff an – und führt meist zu Rückzug oder Gegenangriff.

Besser: Gefühle und Bedürfnisse klar benennen. Zum Beispiel:

  • „Ich hätte mich gefreut, wenn Du mir zugehört hättest.“

  • „Ich habe mich allein mit dem Problem gefühlt.“

So bleibt die Tür für Verständnis und Veränderung offen.


2. Verachtung

Der gefährlichste Reiter, weil er Respekt zerstört. Spott, Sarkasmus oder abwertende Blicke signalisieren: „Du bist mir nicht mehr wichtig.“

Verachtung schleicht sich oft ein, wenn sich negative Gedanken über den Partner anstauen.

Gegenmittel: Dankbarkeit und Wertschätzung – besonders in Konflikten. Zum Beispiel:

  • „Danke, dass Du bleibst, auch wenn es gerade schwer ist.“

  • „Ich weiß, dass Du auf Deine Weise kämpfst.“


3. Verteidigung

„Ja, aber DU hast doch…!“ – Mit diesem Muster wird jede Kritik direkt zurückgegeben. Das Problem: Niemand hört mehr zu, jeder will nur Recht haben.

Besser: Verantwortung übernehmen, auch für den eigenen Anteil. Etwa so:

  • „Ich sehe, wie Du das erlebst. Lass uns gemeinsam überlegen, wie wir es besser machen können.“

 

Das öffnet Raum für Lösungen statt für Machtkämpfe.


4. Mauern (Stonewalling)

Schweigen, Rückzug, Gesprächsabbruch – oft nicht aus Gleichgültigkeit, sondern aus Überforderung.

Was hilft: Pausen zulassen und gleichzeitig Verbundenheit signalisieren. Zum Beispiel:

  • „Ich merke, dass Du gerade Abstand brauchst. Ich bin da, wenn Du bereit bist.“

Das gibt Sicherheit, ohne Druck aufzubauen.


Fazit

Schon einer dieser „Reiter“ kann eine Beziehung auf Dauer schwächen. Die gute Nachricht: Wer diese Muster erkennt und bewusst verändert, kann Nähe und Vertrauen zurückholen – und so den Grundstein für eine neue, reifere Partnerschaft legen.


Unterstützung in einer Beziehungskrise

Vielleicht hast Du Dich in diesen Beschreibungen wiedererkannt – und merkst, dass sich in Deiner Beziehung etwas verändern muss.


Als Beziehungscoach in Frankfurt begleite ich Paare und Einzelpersonen dabei, Kommunikationsmuster zu erkennen, alte Verletzungen zu heilen und wieder einen Weg zueinander zu finden.

Du musst diese Reise nicht allein gehen. Gemeinsam schaffen wir Klarheit – und geben Deiner Beziehung eine echte Chance.

 




 
 
 

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